martes, 21 de julio de 2026

Die Geschichte des Alten Ägypten Band 2: Das Mittlere und das Neue Reich [E-Buch 2026] Dr. Michael E . Habicht 2026

https://www.academia.edu/170520321/Die_Geschichte_des_Alten_%C3%84gypten_Band_2_Das_Mittlere_und_das_Neue_Reich_E_Buch_2026_?email_work_card=title Amenemhet IV. (Maa-cheru-Re) Amenemhet IV. regierte etwa 9 Jahre lang. Vermutlich war er zuvor für kurze Zeit Mitregent an der Seite seines Vaters. Der Königspapyrus von Turin weist ihm 9 Jahre, 3 Monate und 27 Tage zu. Dies korreliert mit einer Inschrift, die auf dem Sinai gefunden wurde und sein 9, Regierungsjahr belegt. Amenemhet IV. war der Sohn von Amenemhet III. und seine Mutter war Königin Hetepti. Die Königin an seiner Seite war Nofrusobek, möglicherweise seine Schwester. Während seiner Herrschaft ließ Amenemhet vier Expeditionen in den Sinai unternehmen, welche durch Bautätigkeiten und Inschriften in Serabit el-Chadim und Wadi el-Hudi belegt sind. Die Nilstandsmarken in Kumma belegen die Jahre 5-7. Kontrovers und nicht bestätigt ist ein zehntes Regierungsjahr gemäß dem Il-Lahun-Papyrus [27]. Nach seinem Tod trat seine Schwestergattin die Nachfolge an. Die südliche Pyramide von Masghuna Amenemhet IV. vollendete einige Bauprojekte seines Vaters, darunter den Tempel von Medinet Madi. Eine Pyramide konnte ihm aber bislang nicht sicher zugeordnet werden. Es wird aber von Einigen vermutet, dass die südliche Pyramide von Masghuna für ihn errichtet wurde. Dies, weil sie im Konzept derjenigen von Harawa ähnelt. Die Pyramide blieb unvollendet und schriftliche Hinweise auf den Erbauer sind bislang nicht bekannt geworden. Ernest Mackay hat bislang als einziger die Pyramide 1910 untersucht [91]. Die Pyramide hat eine Seitenlänge von 100 Ellen (52.5 Meter) und das Kernmauerwerk besteht aus Ziegeln. Es erreichte nur eine Höhe von zwei Lagen. Die Verkleidungssteine wurden nicht gefunden, daher sind Angaben über den Neigungswinkel und damit die Höhe nicht möglich. Die Substruktur ist erhalten. Der Eingang liegt in der Mitte der Südseite und führt zu einem U-förmigen Gangsystem und einer Grabkammer mit Giebeldach. Der Granitsarkophag wurde leer aufgefunden und nur wenige Grabbeigaben (drei Lampen aus Kalkstein, ein Alabastergefäß in Form einer Ente, ein Schminkgefäß aus Alabaster und ein Fragment eines Objekts aus Speckstein). Königin Nofrusobek (Sobek-ka-Re) Der Tod von Amenemhet IV. führte dazu, dass eine Königin den Thron Ägyptens bestieg, denn es gab offenbar keinen männlichen Thronfolger. Gemäß Manetho (Africanus) regierte Königin Nofrusobek für vier Jahre.Der Turiner Königspapyrus weist ihr 3 Jahre, 10 Monate und 24 Tage zu. Sie führte die volle Königstitulatur und verleugnete auch nicht ihr Geschlecht. Damit wurde sie zum Vorbild für spätere Königinnen, wie Hatschepsut und Tausret, welche dann im Neuen Reich ebenfalls die Königswürde annahmen. Nofrusobek ist auch in den Königslisten von Karnak und Sakkara gelistet, ihre Herrschaft wurde daher nicht verleugnet. Nachfolgende Könige übernahmen sogar den Namensbestandteil Sobek. Sowohl im Inneren, als auch nach außen war Ägypten unter ihrer Herrschaft stabil. Auch Nubien war fest in ihrer Hand, wie eine Nilstandsmarke aus dem Gebiet von Semna belegt und ihr 3. Herrschaftsjahr bezeugt [92]. Erst vor kurzem wurde der Beweis für ihr viertes Herrschaftsjahr in einer Felsinschrift in der Ostwüste gefunden [93]. Weil Nofrusobek nach ihrem Tod nicht der Damnatio Memoriae anheimfiel wie Hatschepsut, sind ihre Kartuschen, Reliefs und Statuen erhalten. Die Forschung kennt mehrere Statuen, so ein Unterteil einer Statue in Semna. Die Statue ist zwar unbeschriftet, durch die Reliefdarstellung der Vereinigung der Beiden Länder aber eindeutig eine Königsstatue. Der dazugehörige Kopf wurde erst vor kurzem von Biri Fay in Berlin, Ägypt. Museum Inv, 14475 identifiziert. Bedauerlicherweise ist dieser Kopf aber nur als Gipsabguss und photographische Abbildung erhalten, da das Original seit dem zweiten Weltkrieg verschollen ist [94]. Drei etwa lebensgroße Basaltstatuen aus Tell el-Dab'a im Delta stellen die Königin in Frauengewändern dar [95]. Dazu gesellt sich ein Torso einer stehenden Statue aus Quarzit mit unbekannter Provenienz in Paris, Louvre (Inv. E 27135) mit den Resten eines Nemes-Kopftuchs [96]. Die Statue wäre komplett etwa 160 cm hoch, was ungefähr der realen Lebensgröße von Frauen in der Ägyptischen Kultur entspricht [21]. In New York, Metropolitan Museum ist ein weiteres Statuenfragment von Nofrusobek bekannt (MMA Inv. 65.59.1) welches aus grünlicher Grauwacke besteht und die Königin im Heb-Sed-Gewand darstellt [97]. In Tell el-Dab'a wurde von Edouard Naville zudem eine zerstörte Sphinx gefunden, welche ebenfalls Nofrusobek zugeschrieben wird [98]. Es gibt auch einige Kleinfunde, wie die Siegelzylinder in Kairo (Kairo, Nat. Mus. JE 72663) und London (British Museum BM 16581), die beide aus dem Fayyum stammen [99].

No hay comentarios: