https://www.academia.edu/143842125/Gescheiterte_M%C3%A4nnlichkeit_Einige_Bemerkungen_zu_alten_Personen_in_alt%C3%A4gyptischen_Schlachtdarstellungen_In_S_Schreiber_M_Lebel_M_Renger_M_Z%C3%B6ller_Engelhardt_Hrsg_Sorgen_Altern_Sterben_2026_?email_work_card=title
Obwohl altägyptische Kampfdarstellungen ein gut untersuchtes Thema in der Ägyptologie sind, verdienen einige Details in diesen Szenen genauere Aufmerksamkeit und Prüfung. Dies ist der Fall bei der Interpretation von dargestellten ‚alten‘ Personen. Sie werden unter den feindlichen Nichtkombattant*innen als ein gebeugter Mann oder als eine gebeugte Frau, der/die sich auf einen Gehstock stützt, abgebildet. Diese Figur ist in der altägyptischen Schrift als Gardiner-Zeichen A19 (mit der Variante A20) bekannt und wird als Klassifikator für das Wort „alt“ (jꜣw//jꜣw.t) verwendet. Dieser Beitrag untersucht die Kontexte der Abbildungen älterer Menschen in altägyptischen Schlachtdarstellungen vom Alten bis zum Neuen Reich (ca. 2592–1077 v. Chr.) in Ägypten. Es wird argumentiert, dass die Darstellung der Vulnerabilität von Alten, Frauen, Kindern und Menschen mit Behinderung in Kampfszenen dazu dient, die Männlichkeit der feindlichen Kombattanten als gescheitert darzustellen.
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